Der Jahrgang 2016

Nach einem relativ harmlosen Winter ohne Schnee folgte ein sehr warmer und trockener Frühlinsbeginn, der Austrieb war dadurch etwas früher als üblich. Gleich nach dem Austrieb kam eine kurze Phase mit kühlen Temperaturen, die die weitere Entwicklung etwas bremste und zu kleineren Schäden durch Erdraupenbefall führte. Danach ging es warm und vor allem trocken weiter, die Blüte war mit Anfang bis Mitte Juni zur üblichen Zeit und verlief zügig bei optimalen Temperaturen. Danach kam etwas Regen, der die zunehmende Trockenheit etwas abfedern konnte. Der größte Teil des Juli verlief wieder trocken und warm. Der Traubenansatz war sehr gut, die Bestände gesund und es sah nach einer relativ frühen Ernte aus.

Leider schlug dann das Wetter nachhaltig um. Mitten in der Marillenernte fing es zu regnen an und wollte nicht mehr aufhören. Gleichzeitig blieb es vor allem in den Nächten relativ warm. Nach und nach platzten durch den vielen Regen die heranreifenden Beeren auf, die Fäulnis nahm immer mehr zu. Gleichzeitig stagnierte durch den fehlenden Sonnenschein der Reifefortschritt. Von Oberarnsdorf westwärts sorgte noch ein Hagelschlag gegen Ende August für eine weitere Verschlimmerung der Situation. Die Folge war eine mehr als mühsame Lese mit großem Selektionsaufwand und teilweise großen Mengeneinbußen, die sich von Mitte September bis 20. November hinzog. Die Qualität der 2014er Weine ist durch den riesigen Einsatz unserer Erntehelfer trotzdem zufriedenstellend, wenn auch durch niedrigere Zuckergrade etwas leichter als in den letzten Jahren.